| 6. November 2011 | ||
| 11:30 |
Diavortrag am 6. November 2011, um 11.30 Uhr
Referent: Gert Koshofer
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
| 6. November 2011 | ||
| 11:30 |
Diavortrag am 6. November 2011, um 11.30 Uhr
Referent: Gert Koshofer
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
| 1. Juli 2011 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Diavortrag am Freitag, den 1.7.2011, um 19.00 Uhr
Dr. Johanna Gummlich-Wagner
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Eintritt: 5 €
Das Rheinische Bildarchiv (RBA), eine Abteilung der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, hat seit 1926 die Aufgabe, Kunstwerke der städtischen Kölner Museen, wie überhaupt Kunstwerke und Kulturdenkmäler fotografisch zu dokumentieren. Durch Erwerbungen und Schenkungen ist das Archiv gleichzeitig im Besitz von Werken herausragender Fotografen. Zu seinen Aufgaben gehört es ebenso, das Bildmaterial durch sinnvolle Digitalisierung, Erschließung und Bereitstellung von Abzügen der Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Es ist kontinuierlich mit der Frage beschäftigt, wie das Negativ zu bewerten ist. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Gegenüberstellung von Positivabzug und Negativ zur Veranschaulichung des Spannungsverhältnisses beider Medien im Hinblick auf die Fragestellung nach dem Originalcharakter. Die Fragestellung wird an fünf ausgewählten Gegenüberstellungen diskutiert.
| 20. Mai 2011 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Diavortrag am Freitag, den 20.5.2011, um 19.00 Uhr
Petra Scholz
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Eintritt: 5 €
1978 erwarb das Museum Ludwig Köln den umfangreichen fotografischen Nachlass von Chargesheimer (Karl-Heinz Hargesheimer, 1924-1971) – einer der großen Fotografen-Persönlichkeiten Kölns nach dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Nachlass besteht aus Abzügen, die einzelnen Buchprojekten zugeordnet werden können, sowie aus dem Negativarchiv mit viel unveröffentlichtem Bildmaterial. Das Negativarchiv wurde dem Rheinischen Bildarchiv (RBA) in der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln übergeben, wo es wissenschaftlich erschlossen und konservatorisch betreut wird. Die Referentin beschäftigt sich seit 2007 im RBA mit der Erschließung dieses Bestands und stellt Chargesheimers Werk an ausgewählten Beispielen vor.
| 1. April 2011 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Referenten: Ulrich Wagner (Künstler), Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek)
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln, im Museum Ludwig)
Eintritt: 5 €
Ulrich Wagner füllt mit seinen aus selbstgeschöpften, auf Keilrahmen aufgezogenen Büttenpapieren ganze Räume. So auch mit seiner neuesten Installation „Grenzraum” im Bonner Landesmuseum. Kombiniert mit Neonleuchten und spiegelndem Fußboden werden die Räume zu scheinbar endlosen Rauminstallationen gesteigert. Die auf den ersten Blick frei kombinierten Strukturen offenbaren bei näherer Betrachtung immer mehr Bezüge zu seinem Buchprojekt „Grundrisse von Konzentrationslagern”. Seit diesem Werk nimmt Wagner immer wieder Motive aus den Konzentrationslagergrundrissen in seinen neuen Installationen auf, baut sie bewusst in seine Installationen ein.
In der Veranstaltung wird zunächst mittels eines kurzen Films Einblicke in die Entstehung der Installation „Grenzraum” und somit in die Arbeit Ulrich Wagners gegeben. Danach unterhalten sich Ulrich Wagner und Dr. Elke Purpus über die Bezüge dieses Projektes zu seinen früheren Werken, insbesondere zu seinem Buchprojekt „Grundrisse von Konzentrationslagern”.
Eine Veranstaltung der VHS Köln in Kooperation mit der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln in der Vortragsreihe “Verfemt, „entartet”, verschollen – Kunst und Diktatur”
Während der NS-Zeit und in der DDR versuchte die jeweilige Staatsführung, ihre Kunstauffassung zur Doktrin zu erklären. Beide Male beschränkte sie sich jedoch nicht nur darauf, ihnen genehme Künstler zu fördern und ihr neues Kunstverständnis zu propagieren, sondern beide Male wurde Kunst und wurden Künstler bekämpft, die nicht bereit waren, sich diesen staatlichen Kunstauffassungen zu unterwerfen. Die Instrumente dieser Bekämpfungen insbesondere in der NS-Zeit waren Berufsbeschränkungen, Berufsverbote, Verfolgungen, Inhaftierungen, Ermordungen dieser Künstler.
In der DDR waren die Methoden subtiler. Die Künstler erhielten keine Förderungen, keine Ausstellungsmöglichkeiten oder wurden in ihrer Arbeit behindert, mitunter psychisch unter Druck gesetzt.
Auf diese Art und Weise verschwand in Deutschland eine ganze Künstlergeneration, die sich dem Expressionismus verschrieben hatte, entweder in den KZ und Gefängnissen der Nazis oder sie gerieten schlicht in Vergessenheit.
Jedoch nicht nur die Bekämpfung unerwünschter Kunst stand auf der Tagesordnung beider Diktaturen, sondern gerade in der NS-Zeit wurde Kunst allgemein zum Gegenstand staatlichen Handelns: eroberte Gebiete wurden systematisch ausgeplündert nach Kulturgütern aller Art, die entweder ins Deutsche Reich „heimgeholt” und/oder von NS-Oberen für sich beschlagnahmt wurden. Zugleich entstand ein schwunghafter Handel mit Kunst, die den verfolgten Juden abgepresst oder geraubt wurde.
Die Vortragsreihe will in lockerer Reihenfolge diese vielfältigen Aspekte des Themas „Diktatur und Kunst” näher beleuchten.
| 26. März 2011 18:30 | bis | 23. Mai 2011 21:00 |
Ausstellung vom 26.3.2011 bis zum 23.5.2011
Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung am 25.3. 2011, um 18.30 Uhr
Einführung in die Ausstellung: Maria Linsmann (Leiterin des Bilderbuchmuseums Burg Wissem in Troisdorf)
| 18. März 2011 | ||
| 19:00 | bis | 20:30 |
Diavortrag am Freitag, den 18.3.2011, um 19.00 Uhr
Dr. Evelyn Bertram-Neunzig
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Eintritt: 5 €
Das Rheinische Bildarchiv (RBA), eine Abteilung der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, erwarb 2007 ein kleines Konvolut von 164 Glasnegativen von dem Autodidakten Fritz Zapp (1882-Mitte 1950er Jahre). Die Aufnahmen sind im Zusammenhang einer Reise des Fotografen nach Köln zwischen 1910/1915 entstanden und dokumentieren vor allem die im Bombenhagel des 2. Weltkriegs untergegangenen Gründerzeitarchitekturen der Rheinmetropole. Straßenansichten, Wohn- und Geschäftsbauten entlang der neu angelegten Ringe und aus den neu erbauten Vorstädten wie Neuehrenfeld gehörten zu seinen bevorzugten Motiven. Doch auch repräsentative Kirchenbauten der Altstadt wurden von ihm fotografiert – teilweise mit neuen, recht unkonventionellen Bildlösungen. Der Bestand wurde 2010 digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen.
| 11. Februar 2011 | ||
| 19:00 | bis | 20:30 |
Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek)
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln in der Reihe “Nachgefragt”
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Eintritt: 5 €
Mit ihren über 413.000 Bänden zur Modernen Kunst und Fotografie zählt die Kunst- und Museumsbibliothek (KMB) zu den größten öffentlichen Einrichtungen dieser Art in der Welt. Nicht zu unterschätzen sind auch die Zeitungsausschnitte und Kleinschriften (Einladungskarten, Flyer etc.) zu über 150.000 Künstlern, ganz besonders zu Künstlern des 20. und 21. Jahrhundert, zu denen es noch keine Verlagspublikationen gibt. Integraler Bestandteil ist das Rheinische Bildarchiv, mit seinen 800.000 Negativen zur Kunst und Architektur eine der vier großen öffentlichen Fotosammlungen in Deutschland.
Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek), gibt einen Einblick in die Bestände und in ihre und die Arbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen. Außerdem berichtet sie über die alltäglichen Herausforderungen, stellt sich den Fragen der Zuhörer und führt durch einen Teil der Bibliothek.
| 15. Januar 2011 19:00 | bis | 28. Februar 2011 19:00 |
Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung am 14.1.2011, um 19.00 Uhr
Einführung in die Ausstellung: Christopher Schroer (Verleger)
Die Ausstellung in der KMB zeigt erstmals die Buchkunst von Ralf Witthaus in all seinen Facetten. Fast das komplette künstlerische Frühwerk von Ralf Witthaus befindet sich in Skizzenbüchern, Künstlerbüchern und auf Bucheinbänden gezeichnet. Seit 1994, seinem ersten Studienjahr, bis heute gibt es an die dreihundert Bücher. Wir finden in diesen Zeichenbüchern erste zeichnerische Übungen - bis zu der jüngsten Werkreihe, die bis vor wenigen Wochen während der Nachbereitung der Bundesrasenschau entstanden ist. Es ist anfangs ein tagebuchartiger Arbeitsansatz, als Zwanzigjähriger geht es ihm um die Welt die er sieht: Landschaft, Aktunterricht, Portrait, Dinge des Alltags. Er will Wahrnehmen, Darstellen, Üben und Experimentieren. Bis er feststellt, dass alle Besessenheit für Genauigkeit, und alle Hingabe unterschiedlichste Terrains von Zeichnung auszuloten, ihn nicht weiterbringt. Darauf folgt eine Suche nach Inhalten und nach neuen Strategien außerhalb der zeichnerischen Form.
Wenn man ihn fragt, warum er so viel in Bücher zeichnet, antwortet er: „Ich bin sehr produktiv! Wie soll man sonst Ordnung halten?” Er erzählt, wie er im Studium erlebte, wie soviel für die Schublade produziert worden ist, dass er von Anfang an das Skizzenbuch präferiert hat. „Ich mochte kein Lager, keinen riesigen Haufen in der Schublade haben – und das ist auch der Grund, warum ich dann später als Zeichner in den öffentlichen Raum gegangen bin. Das machte mehr Sinn: Meine Kunst ist für alle!”
Bald versucht er das Element des „site specific” / also den Ortsbezug, der für seine Landschaftskunst sehr wichtig ist, zurück auf das Buch zu importieren. Er sagt: „Zeichnung war schon vorher für mich ein Gespräch zwischen mir, meiner zeichnenden Hand und der Welt. Jetzt wurde es immer konkreter: Ich bezeichnete die Welt.” 2002 beginnt Witthaus auf entkernte Bucheinbände zu zeichnen und zu collagieren. “Buchdeckellandschaften” nennt er sie. Er sortiert Bücher aus, zuerst seine eigene Buchsammlung. Bei denen die keine Funktion mehr für ihn haben, reißt er den Bucheinband vom Buchblock und bearbeitet den Bucheinband weiter. Er gibt ihm eine neue Funktion. Manchmal macht sich die künstlerische Arbeit an dem Buch oder seinem Titel fest, manchmal ziehen sich ganze Themenreihen durch die zumeist kleinformatigen Arbeiten. Diese sind in ihrer Machart sehr unterschiedlich, aber in der Hängung bringt er seine „Assoziationsketten” in neue größere Zusammenhänge. Er hängt die Bilder wie Wolken, alles scheint in Bewegung und doch gibt es Zusammengehörigkeit. Die Skizzenbücher bleiben Begleiter, aber nun mehr als Tagebücher des Künstlers.
Seit 2009 gibt es eine neue Serie, die zentral in seinen Zeichenheften stattfindet. Ralf Witthaus beschäftigt sich erneut mit der Tierwelt sowie mit seiner Handschrift und beginnt in den Büchern das Minimum von Zeichnung zu erforschen. Hier finden sich deutliche Parallelen zu der Entwicklung der Rasenmäherzeichnungen. Hunderte von Blättern reihen sich in den Skizzenheften auf, bei denen mitunter große Lebendigkeit und Leichtigkeit in kleinsten zeichnerischen Gesten entstehen. Erzählerisch reihen sich die Blätter aneinander. Doch bilden alle Einzelbilder eigene und offene Bildeinheiten. Manche Bilder bestehen nur aus einzelnen Linien, andere beschreiben Dinge oder Situationen des Alltags, aber es können sich manchmal auch mehrere Dinge aus der gleichen Zeichnung beschreiben lassen. Leicht schimmern die Zeichnungen der andere Seiten hindurch. Das Momenthafte wird betont – ähnlich wie bei den Arbeiten im Außenraum konzentriert sich die künstlerische Arbeit ganz auf das Hier und Jetzt. Da Witthaus sich nicht, wie bei den Rasenmäherzeichnungen, auf die Gegebenheiten von Orten in seinen Künstlerbüchern zu beziehen braucht, wohnt den Zeichnungen eine andere Freiheit inne. Sie bilden den spontanen Kontrapunkt zu den organisatorisch aufwändigen und körperlich anstrengenden Großprojekten des Künstlers. Selbstverständlich fließt die Zeichnung wie Energie in den Büchern und es zeigt sich, wie einfach Gedanken körperhaft werden.
„Kunst die sich in Zeichenbüchern verortet, ist leichter anzuschauen. Bezeichnete Bücher konkurrieren nicht mit der Malerei”, so Ralf Witthaus, „man guckt sie anders und offener an – und man kann auch als Künstler einfacher anfangen, loslassen, ausbrechen – und sich auf das Wesentliche konzentrieren.”
| 5. November 2010 | ||
| 18:30 | bis | 20:30 |
Beispiele und Erfahrungen der Fotonegativrestaurierung des Rheinischen Bildarchivs in der Kunst- und Museumsbibliothek

Diavortrag am 5.11.2010, um 18.30 Uhr
Klaus Brendel (Fotonegativrestaurator der FotoMedienWerkstatt des Rheinischen Bildarchivs), Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek), Anna Wagner (Fotografin und angehende Fotonegativrestauratorin der FotoMedienWerkstatt des Rheinischen Bildarchivs)
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Eintritt: 5 €
Das Rheinische Bildarchiv ist eine Abteilung der Kunst- und Museumsbibliothek, einer Dokumentationseinrichtung zur Kunst. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek) wird in die Geschichte und die Bestände des Bildarchivs einführen. Ein Bildarchiv, das über 750.000 analoge Fotonegative verwahrt, die z.T. über 100 Jahre alt sind. Klaus Brendel (Negativrestaurator) und Anna C. Wagner (Fotografin und angehende Negativrestauratorin) werden über die Möglichkeiten der Optimierung von fotografischen Vorlagen (insbesondere Negativen) für die Digitalisierung berichten. Unterschiedliche Schadensbilder fordern unterschiedliche Behandlungen, um die ursprüngliche Bildinformation bestmöglich wieder herzustellen. Mit Fotos und Beispielen werden Ergebnisse der chemischen und digitalen Restaurierung veranschaulicht.
| 3. Oktober 2010 | ||
| 11:30 | bis | 13:30 |
Referent: Gert Koshofer
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek (An der Rechtschule, 50667 Köln, im Museum für Angewandte Kunst)
20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung soll nicht nur an das Leben und die besonderen Umstände in der früheren DDR zu erinnert werden, sondern auch herangewachsenen jungen Bürgern gezeigt werden, wie es im anderen Teil Deutschlands bis 1990 ausgesehen hatte. Zudem waren viele Bundesbürger damals nicht über die Grenze gefahren. Der Lichtbildervortrag stellt deshalb typische Erscheinungsbilder in der DDR in den Mittelpunkt. Dazu gehören Dinge, die für uns Westdeutsche als Kuriositäten erschienen wie zum Beispiel Propagandaschilder und Schaufensterdekorationen, der Alltag im Leben der DDR-Bürger mit Fahnen und Uniformen, aber auch in privaten Nischen, sowie Besuche in Museen, Theatern und im DEFA-Filmstudio.
Der Referent Gert Koshofer wird zu den Bildern von den Erfahrungen und Eindrücken auf seinen vielen Reisen seit 1965 in das andere Deutschland berichten.
Er hat schon früh die DDR aus Neugierde, aber auch aus einem deutschen Zusammengehörigkeitsgefühl bereist. Es war sicher für ihn ein Glücksfall, Verleger und auch Auftraggeber für seine dort gemachten Farbaufnahmen zu finden. So konnte er u. a. 1991/1992 im Bergisch Gladbacher Lübbe-Bastei-Verlag fünf Taschenbücher als Reiseführer in „dieses schöne Land”, wie Gustav Lübbe es nannte (und wie auch der Titel des ersten Buches lautete), veröffentlichen.
Auftraggeber für die Farbaufnahmen in der DDR war in den letzten Jahren vor der Wiedervereinigung das Gesamtdeutsche Institut in Bonn, das mit den Bildern den Schulunterricht unterstützte, Kalender veröffentlichte und Bildungsarbeit im Sinne des Gedankens an die deutsche Einheit betrieb.
Zur Person
Gert Koshofer (geboren 1936 in Düsseldorf) ist studierter Jurist und fotografiert seit seinem 15. Lebensjahr. Er war 20 Jahre Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Photographie mit Sitz in Köln. Er ist Autor, Coautor, Herausgeber, Übersetzer und Illustrator von vielen Büchern, überwiegend in den Bereichen von Fotografie und Film