Aktuelle Situation
Eine erste Hürde ist genommen!
Am 13. Februar 2025 bestätigte der Rat der Stadt Köln eine Übergangslösung für die Kunst- und Museumsbibliothek. Das bedeutet: Ein Großteil des Bestands soll ab April erst einmal an zwei neuen Standorten untergebracht werden. Nötig wurde dieser Umzug wegen dringender Sanierungsarbeiten des bisherigen Standtortes am Kattenbug. Nun sollen Verwaltung, Buchbinderei und an die Hälfte der Bücher nach Ehrenfeld umziehen, ein anderer Teil soll in Gremberghoven gelagert werden und über den Lesesaal im Museum Ludwig zugänglich bleiben.
Allen Unterstützer:innen und Unterzeichnenden unserer analogen Unterschritenliste sei an dieser Stelle herzlichst gedankt!
Natürlich werden wir weiterhin auf eine langfristige Lösung pochen, denn es muss ein endgültiges Zuhause für die Kunst- und Museumsbibliothek gefunden werden. Aber wir wollen einen Moment innehalten und uns freuen über diese breite Unterstützung für die KMB in den letzten Monaten.
Artikel zur aktuellen Situation:
https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/kunst-museums-bibliothek-interim-100.html
oder unter Presse 2025 bzw. 2024 auf unserer Startseite weiter unten.
Hinweis vom Kölner Kulturrat
Die Freiheit der Kultur sichern. Für Demokratie und eine offene Gesellschaft
In ganz Deutschland gehen Hunderttausende Menschen, darunter auch viele Kulturschaffende, für die Demokratie auf die Straße. Der Kölner Kulturrat ruft dazu auf, diesen breiten gesellschaftlichen Schulterschluss zu unterstützen: Das Grundgesetz als Basis unseres Miteinanders darf nicht von rechtspopulistischen Kräften in Frage gestellt werden. Rassismus und Ausgrenzung haben bei uns keinen Platz. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen.
Der Kölner Kulturrat steht für gesellschaftliche Vielfalt und kulturelle Teilhabe und setzt sich mit seiner Arbeit dafür ein, die Freiheit der Kultur zu schützen.
Diese ist bedroht, da Rechtspopulisten seit Jahren Kultureinrichtungen als Akteure gesellschaftlicher Diskurse und Veränderungen angreifen, gegen die Freiheit der Kunst polemisieren und an einer Renationalisierung der Kultur arbeiten. Sollten rechtspopulistische Politiker*innen an die Macht kommen, ist zu befürchten, dass sie Kulturetats und -einrichtungen in ihrem völkischen Sinne gestalten.
Es ist höchste Zeit, dass die freiheitlichen und demokratischen Kräfte sich dieser Herausforderung annehmen und sich für die Freiheit der Kultur und für ihre essenzielle gesellschaftliche und demokratische Bedeutung einsetzen.
Als Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklungen und als Forum für die kritische Auseinandersetzung mit sozialen, politischen und ökologischen Entwicklungen haben Kunst und Kultur eine besondere Bedeutung für den demokratischen Willensbildungsprozess und für die Stärkung der demokratischen Werte unserer Gesellschaft. Diese gilt es zu wahren. Dafür setzen wir uns als Kölner Kulturrat ein.
Wir alle tragen die Verantwortung für die Bewahrung der kulturellen Pluralität und der demokratischen Ordnung, in der wir leben. Wir stehen für ein friedliches Miteinander, für Freiheit und Toleranz, für Meinungsfreiheit, für Vielfalt, für Offenheit, für Diversität und für Demokratie ein.